... ist zu sagen, dass ich um eine gute Erfahrung reicher bin. Ich bekam einen Einblick in die einzigste deutsche Nachschule Dänemarks ihrer Art. Die Lehrer hatten uns sehr gut aufgenommen, waren hilfsbereit und hatten immer ein offenes Ohr. Für Letzteres bin ich besonders dankbar, denn die Arbeit mit den mir zugeteilten Schülern in der Kreativwoche war nicht einfach. Das Gefühl nie Lehrer werden zu wollen, bestätigte sich als völlig richtig. Respekt vor allen, die diesen Beruf ausüben. Die kleine Studie an der Schule hat Spaß gemacht und wurde interessiert aufgenommen. Den Kontakt zu der Schule bzw. zu den Lehrern will ich gern aufrecht erhalten. Waren schöne 3 Wochen!
Sonntag, 12. Oktober 2008
Kreativwoche - Der Markttag
Freitag war es dann endlich soweit. Die Aktion „Verkaufen fürs Rote Kreuz“ konnte los gehen. Die letzten Vorbereitungen wurden noch getroffen, das Haus wurde dekoriert, die Verkaufsstände aufgebaut, die Werkstätten aufgeräumt und 18:00 wurden die Eltern empfangen. Es wurde ein Gedicht von Rainer Maria Rilke vorgetragen, zusammen ein Herbstlied geträllert, Ansprachen gehalten und dann ging es los. Die Türen zum Markt wurden geöffnet. Eltern kauften was das Zeug hielt, wurden selbst aktiv im Jonglieren lernen, Bilder malen, Nähen und vielem mehr. Und sie konnten sich gut stärken, denn dank den fleißigen Schüler aus der Küche gab es reichlich gutes Essen. Für 3€ (20DKK) konnten sich die Familien fotografieren lassen, was auch gut genutzt wurde.
Halb neun war dann Ende im Gelände und alles musste wieder abgebaut, aufgeräumt, geputzt werden. Alle halfen mit, so war das innerhalb einer Stunde erledigt. Und so fuhren die Eltern mit ihren Schülern heim in die Ferien und es wurde immer ruhiger in der Schule. Feierabend! Hallejulia!!
Samstag, 11. Oktober 2008
Kreativwoche - Produktion
Wie schon im letzten Bericht kurz erwähnt, fand die Kreativwoche statt, in der viel hersgestellt wurde, um es an die Eltern für einen guten Zweck zu verkaufen (Rote Kreuz). Alle Schüler waren in Gruppen eingeteilt, die etwas herstellten, was dann am Freitag auf dem Herbstmarkt angeboten wurde. Folgendes wurde produziert:
- Schmuck in alles möglichen Variationen
- VogelhäuserDinkelkissen mit herbstlichen Aufdruck
- Dekorationsgegenstände (Halloweenkürbisse, Gestecke u.s.w.)
- Kerzenständer
- Fotoketten mit Herbstmotiven
Außerdem übte jeden Tag die Schulband und der Chor, um den Abend musikalisch zu begleiten. Jeden Tag arbeiteten neun Schüler hart in der Küche und kreierten unter der Anleitung von Küchenchefin Elke und ihren Mitarbeitern richtig tolle Gerichte.
Freitag, 3. Oktober 2008
Auswertung Teil II
Was recht interessant für uns herauszufinden war: Die Herren der Lehrerschaft haben mehr Diäterfahrung (40%) als die Frauen und die "Körpergewichts-Unzufriedenheit"(100%) ist bei den Männern stark ausgeprägt. Ja das soll es zu der kleinen Umfrage gewesen sein. Die Arbeit hat Spaß gemacht, wir sind aber auch froh, dass wir wieder was anderes sehen, als die Laptops , Excel Tabellen und (zum Glück) ausgefüllte Fragebögen.
Am Montag beginnt an der Schule die Kreativwoche, in der von den Schülern bestimmte Produkte hergestellt werden und am Freitag auf dem Herbstmarkt verkauft werden. Die Eltern der Schüler sind an diesem Tag eingeladen und werden hoffentlich richtig viel kaufen, denn das Geld wird dann dem Roten Kreuz gespendet. Bin schon sehr auf die Woche gespannt. Ich finde das eine richtig gute Sache und einen schönen Ausklang der ersten Schulmonate, bevor hier die Herbstferien beginnen.
Mittwoch, 1. Oktober 2008
Auswertung Teil I
70% der Jungen sind mit ihrem Körpergewicht zufrieden hingegen nur 33% der Mädchen. Naja immerhin. Das weibliche Geschlecht hat eindeutig mehr Interesse am Thema Gesundheit als die Herrschaften. Ein hoher Anteil der Schüler geben an, mindesten 1,5l Wasser am Tag zu trinken und Kartoffeln, Reis oder Nudeln gehören eindeutig zu einer warmen Mahlzeit, was löblich ist... Nicht so toll ist die Liebe zu süßen Getränken, an die Hälfte schätzen ein, dass sie ziemlich oft davon trinken, in der Schule wie auch daheim, obwohl es zum Essen hier an der Schule immer Wasser gibt. Die Guten haben aber auch von dem Süßkram ne Menge auf ihren Zimmern, so wundert mich das Ergebnis nicht wirklich. Auch über ein Drittel ziehen eindeutig das Weissbrot dem Vollkornbrot vor, was ich sehr schade finde, da das Vollkornbrot hier in der Schule auch sehr lecker ist.
Aber zum Thema Bewegung konnten wir sehr begeistert sein. Der Spass- & Wohlfühlfaktor stehen im Vordergrund als Argument für den Sport. Auch fast die Hälfte meint, sich jeden Tag mindestens 30 Minuten zu bewegen, was auch empfohlen wird.

Was ebenfalls aufgefallen ist, dass über 60% angaben, hier gute Freunde gefunden zu haben und über die Hälfte fühlt sich an der Schule richtig wohl. Ja das klingt doch eigentlich alles ziemlich gut.
Ich hoffe, die Infos sind bissl interessant. Jetzt ist erstmal Schluss mit der "Infozuballerei" ;)
Dienstag, 30. September 2008
Erster Teil der kleinen Studie geschafft
Haben alle Fragebögen von 64 Schülern ausgewertet und erste Resultate sind ersichtlich. Dazu aber ein anderes Mal mehr, wenn die Daten eindeutiger zu bewerten sind. Morgen gehts an die Bearbeitung der Präsentation und dann schauen wir weiter.
Mit der Leiterin der Hauswirtschaftsabteilung hatten wir auch ein super Gespäch und haben gute Anregungen ausgetauscht. Also es gibt keine Langeweile bei einem solchen Praktikum auch als "Nicht - Lehramtstudenten".
Freitag, 26. September 2008
Aufgaben
Uns interessiert, wie die Schüler miteinander umgehen, da Respekt hier sehr groß geschrieben wird. Darüber hinaus: Was essen sie? Wieviel Bewegung lassen sie in ihren Alltag einfließen? Wie gehen sie mit den täglichen Herausforderungen um, die die Schule mit sich bringt.
Wir sind gerade dabei eine kleine Umfrage zu erstellen, die etwas Klarheit bringen soll. Aber auch die Lehrer müssen sich einer Befragung stellen. Mal schauen was dabei raus kommt, ich werde es berichten.
Wir schauen uns in der Küche um, wie dort gearbeitet & alles organisiert wird, damit der gesunde Speiseplan garantiert ist. Darüber hinaus machen wir uns Gedanken, wie die Zwischenmahlzeiten (10:00, 15:00, 21:00 Uhr) abwechslungsreicher gestaltet werden können.
Wir interessieren uns aber auch für das Schulsystem (Finanzierung u.s.w.) allgemein. Informationen dazu bekommen wir demnächst höchstpersönlich vom Jörn, dem Schulleiter, der übrigens trotz seiner wenigen Zeit, uns nicht das Gefühl gibt, zu ungelegener Zeit da zu sein.
Wie man sieht gibt es einiges herauszufinden. Es bleibt also spannend:)
Introduction
Was gibt es zum Praktikum in Tingleff zu sagen? Einiges. So weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll. Also die Doro und ich sind an einer sogenannten Efterskole (eine Art Internat) - hier heißt sie Nachschule, weil diese deutsch-dänisch ist - in der 86 14 bis 17 jährige Schüler untergebracht sind, um vor allem Eigenverantwortung zu lernen. Dies ist ein großes Ziel, um die Teenis auf ihr Leben vorzubereiten. Sie haben neben dem Unterricht, der alle Gebiete umfasst, ihre klar eingeteilten Pflichten. Küchendienst, Tischdienst, Putzdienst und so weiter.. Mittwochs wird die ganze Schule samt Aussenanlage geputzt und es wird von den Lehrern kontrolliert. Und zwar richtig kontrolliert - da gibts keine Gnade ;) Täglich helfen 6 bis 7 Schüler in der Küche und das Essen ist fantastisch, ich könnte das Praktikum auch als eine Vitaminkur bezeichnen, denn Obst und Gemüse ist immer reichlich im Angebot. Hut ab!! Ich bin schlicht weg begeistert.
Die Lehrer sind Freunde, Autoritätspersonen, Tutoren... kein einfacher Job! Neben der Lernerei, können die Schüler reichlich sportlich aktiv sein (Handball, Fußball, Rudern, Schwimmen..) oder anderen Hobbies nachgehen. Es gibt eine Schreinerei, eine Foto-AG, einen Musikraum, der einfach nur cool is .... viele E-Gitarren am Start :). Weiterhin gibt es Theater und ach noch einiges... Also es würde mich wundern, wenn hier irgendjemand rum läuft, der keine Beschäftigung findet. Die Jugendlichen knüpfen schnell Freundschaften und die Pärrchenbildung is voll im Gange;) Fast jeden Tag gibt es eine neue Ankündigung (meistens nach dem gemeinsamen Essen) wer jetzt mit wem zusammen ist :) Sehr Süß!!