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Donnerstag, 11. Dezember 2008

Weihnachtsbacken

Gestern haben wir uns mit der Dozentin Eva getroffen um dänisch zu backen. Plätzchen, pebernødder und aebleskiver sind entstanden. Außerdem wurde das beliebte Dessert „Mandelreis mit Kirschsoße“ zubereitet. Dazu gibt es einen Brauch: In den Mandelreis wird eine ganze Mandel versteckt, wer diese in seinem Reis findet, hat ein kleines Geschenk gewonnen. Doro hat am Tisch das Glück gehabt und ein Marzipan-Glücksschwein gewonnen. War ein schöner Nachmittag ohne Stress und Hektik (kennt man hier eh nicht so) und wieder mal sooo gemütlich.

Wir mussten keine Lebensmittel dafür besorgen, nichts bezahlen, einfach nur dazu lernen.

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Zum letzten Mal "Tanz & Drama"

Heute hieß es Abschied nehmen von "Tanz&Drama" in Aabenraa. Nach einem tänzerischen warm up sollten wir in 3er Gruppen eine kleine "Show" einüben und letztendlich auch präsentieren. Jenny, Lisa und Doro tanzten und sangen das "Tickle little Sky" im Karneval-Style ;-) Ines, Joana und Kathrin trommelten, sangen "Shosholoza" und bewegten sich köstlich dazu :-) Tobi, Sarah und ich versuchten uns "stomptechnisch" an der afrikanischen Trommelei mit "Tanzeinlage";-) War wieder richtig witzig. Hab mal ein Video angehangen, da könnt ihr euch das selbst anschauen und vor allem schön lachen:)
Das Seminar wird mir fehlen.

Donnerstag, 20. November 2008

Stomp

Heute stand im Seminar "Tanz und Drama" alles im Zeichen von STOMP. Anfänglich wurde erstmal bissl abgetrommelt, dann wurden die Besen, Besenstiele, Plastiktonnen, Eimerchen, Plastiktüten herausgeholt und es konnte losgehen. 3 an die Besenstiele mit denen wie wild hantiert wurde, 4 an die Besen zum "schrubben" einer ran an die Plastiktüten, um das Raschelgeräusch bissl einzubringen. 2 an die Tonnen und an die Eimerchen und ab ging die Post. Das Taktgefühl beizubehalten fand ich bissl schwierig so freute ich mich, als wir zum afrikanischen Tanz übergingen:) Da wird ja auch alles geschüttelt was man hat und gestampft und gesprungen in Verbindung mit wilden Armbewegungen. Die Gefahr sich hierbei halb in Trance zu tanzen besteht durchaus;) In der Pause konnten Ines, Lisa, Jenny und meine Wenigkeit nicht genug von der Trommelei bekommen und kreierten unser eigenes "Stück", siehe Video und man beachte Ines am Besen;) Schön war es heute, hat mir richtig gut gefallen. Und so vergingen wiedermal ca. 3 Stunden musizieren, singen und tanzen. Jedenfalls 3 Stunden voller neuer Versuche des sich Ausprobierens ;)

Montag, 17. November 2008

Schulsystem Österreich

Heute ging es in einer Vorlesung um das österreichische Schulsystem. Frau Rabensteiner aus Klagenfurt hielt den Vortrag und es war interessant zu erfahren, dass das Bildungssystem ähnlich – Entschuldigung – veraltet ist wie das Deutschlands. Der Unterschied ist, dass es insofern verwirrend ist, weil es 3 Arten der Sekundarstufe I gibt, die und jetzt kommt’s, haargenau den selben Lehrplan als Vorlage haben. Also es gibt die Allgemeine Höhere Schule ab der 5.Klasse und die Hauptschule, die den gleichen Lehrplan aufweisen. Seit einem Jahr gibt es die NMS (Neue Mittelschule) in der die Kinder von der 1. bis zur 8. Klasse zusammen sind. Wurde als Kompromiss der letzten Bundesregierung eingeführt, auch hier ist der Lehrplan der Gleiche. Die NMS wird aber sehr gut angenommen. Wahrscheinlich, weil die starke Auslese der 10jährigen Kinder somit ausbleibt. In Österreich ist das Schulsystem einheitlich, also in allen 9 Bundesländern gleich. Find ich schon mal gut, dass hier nicht auch noch Bildung Ländersache ist wie bei uns in Deutschland. Integration steht in der Hauptschule und in Sonderschulen zur Debatte, aber nicht in Gymnasien. Die Frühförderung ist großes Thema, da es einen hohen Migrantenanteil gibt. Es gibt in Österreich keinen NC. Kritik gibt es viel, da auch hier das Problem der Selektion besteht, das Bildungsystem einige verwirrende Elemente enthält und die Förderung einen höheren Stellenwert haben müsste als die Forderung. Naja das Problem kennen wir ja.

Ach ja, Deutschland, Österreich, China und Irland sind die einzigen Länder, in denen die Kinder mit 10 Jahren getrennt und dahin geschickt werden, wo Lehrer und Eltern sie sehen wollen.

Mittwoch, 12. November 2008

Tyske Skole in Haderslev

Haben gestern die Tyske Skole (Deutsche Schule Hadersleben) besucht. Das ist eine Privatschule, die wie alle anderen Minderheitsschulen Dänemarks von dem Bund Deutscher Nordschleswiger getragen, finanziert und verwaltet wird. Die deutsche und dänische Kultur und Sprache stehen gleichberechtigt nebeneinander. Die Vorschule ist hier integriert, so sind schon die Kleinen gut untergebracht. Die Eltern können beruhigt arbeiten gehen und die Kinder können hier bis halb vier spielerisch lernen. Große Freude kam auf, als ich dort meine kleine Freundin Emmy (5jährige Tochter von guten Bekannten, die aus meiner Heimat hier her gezogen sind) wiedergetroffen habe und sehen konnte, dass sie in der Vorschule richtig Spaß hat. Die Kinder lernen von der ersten bis zur neunten Klasse zusammen und können dann gut gerüstet ihren weiteren Weg gehen. Die Erziehung zu einem gesunden Lebensstil bleibt an dieser Schule keinesfalls aus. Die Eltern werden darauf hingewiesen, vollwertige Pausenbrote mitzugeben. Beim Kochen im Unterricht wird auf gesunde Varianten geachtet ( z.B. Kartoffelsalat ohne Majo u.s.w.). Sport steht ca. 3mal/ Wo. auf dem Programm und die Kinder müssen raus an die Luft in den Pausen, auch bei Regen. Ich war beeindruckt.

Donnerstag, 6. November 2008

Modul 4

Das Modul leitet einer unserer Mentoren namens Søren. Ein sehr kompetenter Soziologe, der uns mit Rat und Tat zur Seite steht, wenn es um unsere Projektarbeit geht. Dazu vielleicht ein anderes Mal mehr.
Wenn wir nicht über diese Aufgabe reden, dann hält Søren sein Soziologieseminar. Hier geht es zur Zeit um den Wandel der dänischen Gesellschaft. Anbei fallen Sätze, die immer wieder darauf zurück führen, dass Freiheit nicht immer einfach zu sein scheint. Er sagte, fragen Soziologen, die jungen Dänen heute was das Beste daran ist, jung zu sein, dann sagen diese: „Das wählen zu können, was ich will“. Fragt man die jungen Leute, was das Schwierigste daran ist, jung zu sein, dann sagen diese: „Das wählen zu können, was ich will!“
„Be your own master!” (Zitat Torbjørn) sage ich da nur. Nicht immer einfach.
Nebenbei kam noch raus, dass sich auch die Dänen in Partnerschaften Freiheiten raus nehmen, die nicht unbedingt zu empfehlen sind. So sind zur Zeit ca. 25% der Dänen (1,2 Mio.) im Internet für neue Liebesbekanntschaften unterwegs, davon sind alleine 700.000 in festen Partnerschaften. Find ich schon bissl viel muss ich sagen.... na ja mag jeder darüber denken, was er will. Die Thematik ist gut ausgewählt, abwechslungsreich und interessant gestaltet, auch wenn das eine oder andere Tafelbild zum Schluss etwas konfus wirkt ;-) Weiter so Søren!

Dienstag, 4. November 2008

Zeichnen & Kunst

Heute hatten wir dieses wunderbare Seminar. Meine anfängliche Skepsis erwies sich als völlig unangebracht. Das war so eine coole Sache. Mussten uns im Spiegel betrachten und versuchen uns zu zeichnen. Die Dozentin Dörde, die unter anderem in New York arbeitete und studierte, unterstützte uns tatkräftig. Das hat so Spaß gemacht. Für mich, die vielleicht vor 10 Jahren just for fun mal was zeichnetet (malte) oder wie das bezeichnen würde, war das ein richtiges Erfolgserlebnis. Man sieht sich plötzlich auch ganz anders, weil man sich nicht nur flüchtig im Spiegel betrachtet, sondern auf Details achten muss, auch auf die, die man nicht so mag, aber in diesem Moment beachten muss. Die Message sollte einfach nur sein, dass jeder bisschen zeichnen kann und in jedem kleinen Porträt lag zum Schluss ein gewisser Wiedererkennungswert. Die Dozentin war richtig mit uns zufrieden:) Bis nächste Woche können wir noch mal versuchen ein Porträt zu zeichnen und mitbringen. So kann uns Dörde noch ein paar Tips zur Verbesserung geben. Ich freue mich auf nächste Woche Mittwoch, wenn es zum 2. und leider zum letzten Mal an die Bleistifte und Pinsel geht und man sich konzentriert und voller Erwartung auf das Ergebnis an die Arbeit macht.

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Modul 3 Tanz & Drama

Was auch jede Woche stattfindet ist Tanz und Drama. Hier geht es um Folklore-/ Standard- und Spieltänze. Die Arbeit mit dem Körper, seinem Ausdruck und der gezielten Bewegung, wobei die Koordination ziemlich gefordert ist, ist hier ebenso zentrales Thema wie Schauspiel, Theater und Kommunikation. Dieser Kurs findet jeden Donnerstag in Aabenraa im University College Süd statt. Die Kursleiter sind (wie soll es anders sein) äußerst nett und geben sich sehr viel Mühe, uns die Thematik näher zu bringen. Der Kurs ist abwechslungsreich und macht richtig viel Spaß. Der Stundenplan gibt also nicht nur Theorie her, was wirklich sehr angenehm und eine gute Abwechslung ist.

Was ich noch wichtig zu erwähnen finde ist, dass wir das Fahrgeld nach Aabenraa ohne großen bürokratischen Aufwand zurück bekommen. Wenn man mit dem Bus fährt, gibt es eine Extra Karte, mit der 10 Studenten ohne selbst etwas bezahlen zu müssen fahren können. Das nenne ich mal Unterstützung!

Trainingsplanung

Dänische Studenten haben die Aufgabe über 11 Wochen einen Trainingsplan mit allen wichtigen Details zu erstellen. Wir haben eine Einführung über wichtige Inhalte eines solchen Plans bekommen und können die Arbeit der Studenten verfolgen, indem wir uns am 24.11. die Abschlusspräsentationen anhören und dazu Fragen stellen können. Wir hoffen somit aus diesem wichtigen Bereich viele gute Informationen mitnehmen zu können.

Modul 5

Das Modul wird von unserem Betreuer Jørn geführt. Hier geht es um die Geschichte Europas bzw. wer diese auf welche Art und Weise insbesondere beeinflusst hat, daraus resultierende politische Problematiken Wir sprechen zum Beispiel über die deutsche und dänische Identität, aus welchen Perspektiven diese zu sehen sind und auch auf welche Art die Identitäten beeinflusst waren und sind. Durch Jørns hervorragend zum Ausdruck gebrachte zusätzliche Kritik, die nicht ausbleiben darf, ist die Thematik alles andere als trocken und langweilig.

Modul 2

Bei Torbjørn, der auch einer unserer Mentoren für unser Projekt ist, haben wir da Modul 2, indem es um die Einführung in das dänische Schulsystem geht. Es werden Unterschiede zum deutschen Schulsystem besprochen, das Verhältnis Lehrer/Schüler betrachtet, welches hier recht entspannt ist. Das Konzept des Lehrers hier lautet: „Fordere jeden Schüler in seiner Individualität und Verschiedenheit innerhalb der Gruppe heraus.“ Das Thema Wettbewerb. Einerseits ist dieser nicht gerade förderlich, weil es immer jemanden gibt, der verliert. Somit fürchtet sich der Lehrer ein bisschen davor. Andererseits wird dieser aber geschätzt, weil eine Motivation beim Schüler erzeugt wird.

Wettbewerb zwischen den Schulen an sich in Bezug auf Fächer und Abschlüsse, wird von der Regierung gewünscht, da so Eltern eine richtige Entscheidung treffen können, wo sie ihr Kind hin schicken. Weiterhin geht es auch um die Professionalität des Lehrers. Was macht einen Lehrer aus? Welche Herausforderungen stellen sich ihm und inwieweit ist Autorität angebracht. Da manches autoritäres Verhalten eines Lehrers sehr kritisch betrachtet werden kann, hat Torbjørn einen sehr interessanten Satz gesagt und den Begriff Autorität in ein anderes Licht rückt: „In Denmark we have authority which is based on trust not in power.“ Ich denke in manchen deutschen Schulen könnte man über diesen Satz mal nachdenken. Der Lehrplan ist nicht wie in Deutschland sehr gebunden, sondern eher frei. Natürlich gibt es Richtlinien, aber der Lehrer wählt, was und wie er unterrichtet. Das bedeutet für diesen aber auch mehr Arbeit. Ständige Selbstreflexion, Evaluation und Weiterentwicklung sind sehr wichtig, um erfolgreich zu sein. Ein professioneller Lehrer zu sein, gestaltet sich aber auch schwierig, weil das System nicht nur aus pädagogischer Sicht geführt wird, sondern viel mehr aus Sicht des Geldes, was die Qualität der Pädagogik beeinflussen kann. Man sieht auch hier ergeben sich Problematiken.

Veranstaltungen

Veranstaltungen

Kunterbunt gestaltet sich unser Veranstaltungsplan. Jede Woche gibt es neue Überraschungen, da manche Seminare nur einmalig von uns besucht werden, so hat man überall mal einen Einblick. Unter diesem Label möchte ich euch Seminare vorstellen, die wir fast jede Woche besuchen und einen zentralen Punkt in unserem Studium darstellen.