Donnerstag, 6. November 2008

Modul 4

Das Modul leitet einer unserer Mentoren namens Søren. Ein sehr kompetenter Soziologe, der uns mit Rat und Tat zur Seite steht, wenn es um unsere Projektarbeit geht. Dazu vielleicht ein anderes Mal mehr.
Wenn wir nicht über diese Aufgabe reden, dann hält Søren sein Soziologieseminar. Hier geht es zur Zeit um den Wandel der dänischen Gesellschaft. Anbei fallen Sätze, die immer wieder darauf zurück führen, dass Freiheit nicht immer einfach zu sein scheint. Er sagte, fragen Soziologen, die jungen Dänen heute was das Beste daran ist, jung zu sein, dann sagen diese: „Das wählen zu können, was ich will“. Fragt man die jungen Leute, was das Schwierigste daran ist, jung zu sein, dann sagen diese: „Das wählen zu können, was ich will!“
„Be your own master!” (Zitat Torbjørn) sage ich da nur. Nicht immer einfach.
Nebenbei kam noch raus, dass sich auch die Dänen in Partnerschaften Freiheiten raus nehmen, die nicht unbedingt zu empfehlen sind. So sind zur Zeit ca. 25% der Dänen (1,2 Mio.) im Internet für neue Liebesbekanntschaften unterwegs, davon sind alleine 700.000 in festen Partnerschaften. Find ich schon bissl viel muss ich sagen.... na ja mag jeder darüber denken, was er will. Die Thematik ist gut ausgewählt, abwechslungsreich und interessant gestaltet, auch wenn das eine oder andere Tafelbild zum Schluss etwas konfus wirkt ;-) Weiter so Søren!

Mittwoch, 5. November 2008

Barack Obama

Ja ich kriege hier in Dänemark auch noch was von der Außenwelt mit ;-) Yeah, Barack Obama ist der Neue. Ein relativ junger, gut aussehender, zielstrebiger Afroamerikaner! Ein Meilenstein wurde gelegt, wie man so schön sagt. Also ich muss ehrlich sagen, ganz zu Anfang dachte ich, Amerika wäre höchstens für eine Frau bereit, aber als die gute Hillary bei den Vorwahlen verlor und der olle McCain übrig war, dachte ich fast schon der Barack hätte eine Chance, glaubte aber nicht wirklich daran. Ich meinte, dass die Mehrheit eher den ältesten Präsident aller Zeiten wählen würde, als den ersten Afroamerikanischen. Jetzt nehme ich alles zurück. Amerika scheint sich gewandelt zu haben und hat begriffen, dass Bush & Co es nicht wirklich gebracht haben. Mittlerweile gibt es anscheinend so viel zu tun und richtig zu stellen, dass mir der Barack fast schon leid tut. Ich frage mich, wie er das alles wieder „hinbiegen“ will.

Die Wirtschaft geht in Amiland den Bach runter, die Kluft zwischen arm und reich hat sich vergrößert. Das Land hat mittlerweile 10,2 Billionen Dollar Schulden und ist außenpolitisch alles andere als „auf der Höhe“. Außerdem müssen schnellstmöglichst Truppen aus dem Irak abgezogen werden. Und dann gibt’s ja noch den Krieg in Afghanistan. Eine Steuerreform muss her und neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Es gibt viel zu tun im Land der tausend Möglichkeiten und ich frage mich welche und wie viele Möglichkeiten es hiefür gibt. Ich bin sehr gespannt, aber nach 8 Jahren endlich positiv gespannt & auch positiv eingestellt.

Viel Glück Barack Obama!

Dienstag, 4. November 2008

Zeichnen & Kunst

Heute hatten wir dieses wunderbare Seminar. Meine anfängliche Skepsis erwies sich als völlig unangebracht. Das war so eine coole Sache. Mussten uns im Spiegel betrachten und versuchen uns zu zeichnen. Die Dozentin Dörde, die unter anderem in New York arbeitete und studierte, unterstützte uns tatkräftig. Das hat so Spaß gemacht. Für mich, die vielleicht vor 10 Jahren just for fun mal was zeichnetet (malte) oder wie das bezeichnen würde, war das ein richtiges Erfolgserlebnis. Man sieht sich plötzlich auch ganz anders, weil man sich nicht nur flüchtig im Spiegel betrachtet, sondern auf Details achten muss, auch auf die, die man nicht so mag, aber in diesem Moment beachten muss. Die Message sollte einfach nur sein, dass jeder bisschen zeichnen kann und in jedem kleinen Porträt lag zum Schluss ein gewisser Wiedererkennungswert. Die Dozentin war richtig mit uns zufrieden:) Bis nächste Woche können wir noch mal versuchen ein Porträt zu zeichnen und mitbringen. So kann uns Dörde noch ein paar Tips zur Verbesserung geben. Ich freue mich auf nächste Woche Mittwoch, wenn es zum 2. und leider zum letzten Mal an die Bleistifte und Pinsel geht und man sich konzentriert und voller Erwartung auf das Ergebnis an die Arbeit macht.